Ölheizungen – Ersatz muss Pflicht sein

Dez 9, 2011 Kommentare deaktiviert für Ölheizungen – Ersatz muss Pflicht sein gian

Eine hohe Energiedichte und gute und sichere Transportierbarkeit machen Erdöl zu einem einzigartigen und sehr wertvollen Stoff. In der Schweiz ist Erdöl günstig und wird deshalb zum Transport und zum Heizen verwendet. Über 50% der Wohnungen werden noch heute mit Öl geheizt. Leider werden dabei die Folgekosten des CO2-Ausstosses nicht berücksichtigt.

Dass Erdöl in Form von Kerosin zum Fliegen verwendet wird, kann ich mangels Alternative verstehen. Dass wir diesen wertvollen Stoff aber stationär zum Heizen in Häusern verwenden, ist mit den heute verfügbaren alternativen Heizsystemen und der beschränkten Verfügbarkeit von Öl inakzeptabel.

Ölheizungen verbrauchen einen Rohstoff, der sehr wertvoll ist und für Anwendungen ohne greifbare Alternativen reserviert werden muss. Ölheizungen sind ökologischer Unsinn und machen uns vom Ausland abhängig. Ölheizungen müssen deshalb ganz generell verboten werden. Für den Ersatz der bestehenden Heizungen soll eine Übergangsfrist eingeräumt werden, ähnlich wie wir dies in den 80er Jahren bei den Katalysatoren für Autos hatten.

Eine Motion, die genau dies fordert, haben Matthias Probst und ich letztes Jahr im Gemeinderat eingereicht. Allerdings können wir darin nur die Umsetzung in städtischen Wohnungen fordern. Für private Wohnungen ist der Kanton der Gesetzgeber.

Falls wir uns nicht zu einem „Ölheizungsausstieg“ bekennen können, müssen wir warten, bis der Ölpreis soweit steigt, dass ein Umsteigen unausweichlich ist. Alternativ könnten wir mit einer Erhöhung der CO2-Abgabe alle externen Kosten abdecken und so den Ölausstieg beschleunigen und den CO2– Ausstoss verkleinern.